Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 36/2004

Viele von uns stricken sehr gern Socken. Was magst Du an selbstgestrickten Socken? Oder warum magst du sie nicht? Trägst Du sie auch im Alltag? Oder lieber Daheim auf der Couch?

Da ich eher weniger Socken stricke, habe ich selbst auch nur zwei Paar Selbstgestrickte. Die allerdings trage ich auch nur zu Hause oder aber wenn ich im Winter mit dem Hund draußen bin.
Aber fast alle, die ich bisher mit Socken beschenkt habe, tragen sie sowohl im normalen Alltag als auch als Hausschuhersatz.

Erster Versuch …

Gestern war Museumsnacht und ich habe es endlich mal gschafft, das auszunutzen.
Neben einigen Museen mit verschiedenen Highlights gab es auf der Schloß Osterstein unter anderem einen Stand: Wolle filzen. Das allein hat mich ja noch nicht so sonderlich interessiert, aber gleich auf dem ersten Tisch lag eine Handspindel und ich hatte nichts besseres zu tun, als mir die erklären zu lassen. Und natürlich durfte ich es auch gleich ausprobieren:

Leider sieht man es nicht so gut, aber alles was rot ist, habe ich „gesponnen“. Eigentlich habe ich für so ein Hobby weder Platz noch Zeit, aber ich glaube, da darf mein Schwiegervater mir mal was Gutes tun und eine Handspindel drechseln. (Was man hat, das hat man – ob es dann zum Einsatz kommt, lasse ich erstmal außen vor.)

Zöpfe …

Nachdem ich so für ca. 10 Jahre nicht einen einzigen Zopf gestrickt habe, bin ich durch Paulina wieder auf den Geschmack gekommen. Und dieser Zopf hat es mir besonders angetan:



Wenn die Wolle reicht, wird es ein ganz normaler Übergangspulli, ansonsten was mit dreiviertel-Arm oder so.

Paulina …

… ist fertig. Für ein besseres Bild hat heute leider das Licht nicht gereicht.

Ich werde auf jeden Fall versuchen, am Wochenende ein besseres Bild zu „schießen“.
Heute war mein erster Arbeitstag nach dreiwöchigem Urlaub, ich bin ganz schön geschafft und werde stricktechnisch nicht mehr allzuviel versuchen.

Ausgemistet …

… und sortiert – zwei Einkaufskisten voll Zeitschriften und Anleitungen, die ich von meiner Oma vor einiger Zeit bekommen habe – unter anderem PRAMOs (Praktische Mode) von den Sechzigern bis zu den Neunzigern, teilweise ohne Schnitt- und Anleitungsbögen, viele Schnittmuster ohne die passenden Zeitungen dazu ….
Alles kann man nicht aufheben – dafür fehlt einach der Platz. Aber nicht, daß ihr denkt, ich schmeiß das jetzt alles weg – einmal im Jahr veranstaltet der hiesige CVJM einen Trödelmarkt, für den sie „Trödel“ von den Einwohnern erhalten. Das eingenommene Geld wird dann hauptsächlich für den Jugendclub und die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Und dort gehen jetzt die meisten der Zeitschriften hin.
Einige behalte ich allerdings, z.B. die für’s Kunststricken, obwohl ich das bis jetzt noch nicht ausprobiert habe.

Ganz so faul …

… war ich dann doch nicht. Erstmal noch schnell ein Bild von dem Top, das ich für die Freundin meiner Tochter gestrickt habe:

Das Teil ist aus Wolle, die ich mir aus Tschechien mitgbracht habe. Das nächste Teil auch:

Und letztendlich habe ich sogar noch ein Ufo fertig bekommen:

Jetzt kann ich mich ganz auf Paulina konzentrieren.

Was macht …

… Frau, wenn sie viel Zeit hat (Urlaub), niemand im Haus ist, den Frau betüteln kann (alle ausgeflogen – Hund Max zählt nicht) und zu nichts richtig Lust hat? Genau, einkaufen. Ich habe nur einen Laden besucht und bin auch nicht schwach geworden (obwohl, da lag so herrliche Wolle – aber angesichts meiner Wollvorräte dann lieber doch nicht) – nur bei den Anleitungen habe ich dann mal wieder zugeschlagen (die zig Hefte, die ich hier liegen habe, sind ja alle schon sooo alt – das ist zumindest meine Standardbegründung meinem Mann gegenüber). So schöne Modelle, da frag ich mich, wann ich die alle stricken soll. Paulina hat jetzt ein paar Tage ohne eine einzige Reihenzunahme herumgelegen, darum werde ich mich aber endlich heute abend kümmern – sonst ist der Urlaub vorbei und Paulina immer noch nicht fertig – das geht nicht, ist ja schließlich mein Urlaubsprojekt.

Noch 1 Woche …

… Urlaub und ich habe bisher wirklich nur gefaulenzt. Kaum gestrickt – obwohl ich mir das so fest vorgenommen habe. Eigentlich wollten wir ja zum Zelten. Aber mit Hund, und besonders mit unserem, ist das keine so tolle Idee. Also habe ich mich bei meinen Eltern absetzen lassen und mein Mann ist mit unserer Tochter allein zum Zelten weiter gefahren. Da meine Eltern arbeiten mußten, hatte ich den ganzen Tag für mich (und den Hund), was in stundenlangen Spaziergängen geendet hat. Auch nicht ganz schlecht, und entspannender als ich dachte. Zurückgefahren sind wir Sonntag – stop and go war öfter angesagt. Also habe ich wenigstens im Auto auf der Fahrt gestrickt.
Irgendwann fuhr ein Reisebus neben uns und der Fahrer gestikulierte und lachte – wir hatten schon gedacht, irgendetwas ist mit dem Auto los. Als der Fahrer merkte, daß wir ihn nicht verstanden, machte er noch mehr Handbewegungen – und endlich war klar, er hat sich nur darüber amüsiert, daß ich im Auto strickte.
Das ist mir auch noch nie passiert.