Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 44/2004

Ist Stricken ansteckend? Hast du schon mal jemanden „an die Nadel“ gebracht (Kinder, Freundinnen etc.)?

Ja, ich habe es schon geschafft! Einer meiner Freundinnen habe ich das Stricken beigebracht; damals hatte ich noch viel Zeit (ohne Arbeit) und wir haben uns fast jeden Vormittag zum Kaffe und zum Stricken getroffen. Mittlerweile arbeiten wir jetzt beide, aber ich bin die einzige, die nach wie vor unermüdlich strickt. Meine beiden Schwägerinnen stricken mittlerweile auch etwas – und ich bin schuld. Und meine Mutter hat wieder mit dem Stricken angefangen. Also man sieht, es ist schon ganz schön ansteckend :-))

Nun bin ich auch …

… voll infiziert – seit nicht ganz zwei Wochen steht es bei mir zu Hause:

Aber erst am Sonnabend habe ich das erste Mal richtige Wolle damit gesponnen – es hat auf Anhieb und ohne Hilfe sofort geklappt. Allerdings habe ich auch erstmal eine Woche lang „Trockenübungen“ gemacht – „Designergarn“ von ebay miteinander verzwirnt – jetzt gefällt mir sogar dieses Garn.

Achja, und dem grauen Zopf-Flecht-Rippen-Kapuzen-Pullover fehlt nur noch ein Ärmel
(auf dem Bild ist der fertige Ärmel aber noch nicht mit drauf):

Und dann habe ich ja noch den Pullover für meine Schwiegermutter angefangen: Größe 48/50, Nadel 4, irgendein Garn mit Metallfaden, der sich nicht besonders gut verstricken läßt – nur gut, daß ich das Garn nicht ausgesucht habe. Davon gibt es aber vorerst noch kein Bild.

Gibt es ein …

… schöneres Kompliment für eine „Strickerin“ als in einem Wolleladen von der Besitzerin gesagt zu bekommen, daß der Pullover, den man anhat, aussieht, als wäre er mit Maschine gestrickt? Und dann sagen zu können, daß das gute Stück komplett handgestrickt ist? Um diesen Pullover geht es:

(Gestrickt schon vor einiger Zeit aus Schoppel-Wolle Miro 5fach.)

Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 42/2004

Was war der skurrilste, außergewöhnlichste Ort, an dem du je gestrickt hast?

Ich glaube, da muß ich passen. Eigentlich stricke ich nur an „normalen“ Orten: zu Hause, auf dem Balkon, im Garten, bei Freunden und Verwandten. Ich habe mich lange Zeit nicht als „Strickerin“ geoutet – die vielen schrägen Blicke und dämlichen Kommentare haben mich immer wieder abgeschreckt, auch vom „öffentlichen“ Stricken. Und in unserer Stadt ist Stricken nach wie vor nicht gerade sehr aktuell (das merkt man auch am Angebot von Wolle und entsprechenden Läden hier bei uns).
Da ich eigentlich von der Küste komme, habe ich früher auch viel am Strand gestrickt, aber ich denke mal, das zählt nicht als außergewöhnlich, oder?

Nicht sehr viel …

Neues zu berichten: mein mausgrauer Zopf-Flecht-Rippenmuster-Pullover besteht mittlerweile aus Vorderteil, Rückenteil und Kapuze – der erste Ärmel ist auch schon fast zur Hälfte fertig.
Gestern habe ich einen „Strickauftrag“ von meiner Schwiegermutter angenommen – noch weiß ich nicht so genau, ob ich mich darüber freuen oder ärgern soll. Angefangen habe ich schon, aber ich glaube, so schnell werde ich damit nicht fertig sein. Nur gut, daß meine Schwiegermutter nicht drängelt.
Achja, ein angefangenes rosa Strickteil liegt auch noch hier rum – manchmal wünschte ich, der Tag hätte mehr Stunden, aber dann wiederum befürchte ich, diese Stunden würden wir dann auch noch auf Arbeit verbringen :-))

Versprochen …

… ist versprochen:

Die Farbe auf dem rechten Bild trifft die Wirklichkeit schon eher, aber abends hat man leider jetzt im Herbst kein richtiges Fotografierlicht mehr.
Gestrickt aus Schoppelwolle: Hauswolle, ca. 350 g, Modell aus der Sabrina Nr.6, angefangen 03.10. – beendet 12.10.04
Beim Stricken dieses Pullis habe ich einige „Rekorde“ aufgestellt:
ich habe mich zum ersten Mal komplett und rigoros an die Anleitung gehalten;
ich habe zum ersten Mal genau soviel Wolle gebraucht, wie angegeben wurde;
ich habe zum ersten Mal eine Kapuze gestrickt und
ich habe zum ersten Mal Armlöcher umstrickt und nicht umhäkelt.
Das klingt doch nicht schlecht, oder?

Kapuze

im Detail:

Ein „richtiges“ Foto wird es wohl erst morgen geben, erstmal muß der Pulli gewaschen und getrocknet werden. Und morgen (denke ich mal) wird der Pulli anprobiert (nicht von mir) und wenn er paßt, gleich verschenkt: ich hoffe, meine Freundin freut sich darüber.

Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 41/2004

Heute geht es rund um die Stricknadel. Was für Stricknadeln benutzt Du? Wo kaufst Du sie? Hast Du alle Stärken vorrätig? Welche Materialen sind Dir am liebsten? Und wie bewahrst Du Deine Stricknadeln auf?

Ich glaube, es gibt nur wenige Nadelstärken, die ich nicht habe (kleiner 2 und größer 12) und das meiste davon mindestens 2-3 mal. Vom Material her sind meine Nadeln sehr unterschiedlich – am liebsten greife ich immer zu den älteren, fast „abgewetzten“ Nadeln. Keine Ahnung, von welcher Firma die sind. Meine interessanteste Nadel ist übrigens eine Rundstricknadel mit der Stärke 3 auf der einen Seite und Stärke 8 auf der anderen. Als Sockenstricknadeln habe ich am liebsten meine Mikado-Stäbchen aus Holz – stricken sich genauso gut wie Bambus, sind aber nicht so kostspielig, wenn mal was kaputt geht.
Aufbewahrt werden die Nadeln nach Größe sortiert in Plastetüten, die wiederum in einer großen Kiste liegen.