Frage an die Experten:

Ist es motivierender, ein Dreieckstuch mit vielen Maschen anzufangen und dann in jeder zweiten Reihe abzunehmen oder lieber mit ganz wenigen Maschen anzufangen und in jeder zweiten Reihe zuzunehmen?

4 Gedanken zu „Frage an die Experten:“

  1. Keine Ahnung, was motivierender ist, ich finde einfach dass die praktischen Gründe für den Anfang mit wenigen Maschen sprechen.

    Allein der Gedanke, 400 oder 500 Maschen anzuschlagen und als erste Reihe abzustricken ist reichlich abschreckend. Und dann noch die ganzen Fehler, die bei der Mustereinteilung passieren können. Der Beginn mit nur einem oder zwei Mustersätzen ist einfach deutlich fehlerresistenter und man hat Zeit mit einer übersichtlichen Maschenzahl das Muster zu lernen. Wenns dann mal an die größeren Maschenzahlen geht, hat man alles intus und es geht flott voran.

    Liebe Grüße,
    Beate

  2. Ich habe beides schon gestrickt und für mich festgestellt, daß es schneller geht, wenn ich mit wenigen Maschen anfange und dann zunehme.
    Erst mal macht es mir keinen Spaß, 500 und mehr Maschen anzuschlagen. Beim Birch habe ich etwa 7 mal gezählt und trotzdem stimmte es hinterher nicht. Da lobe ich mir doch die Tücher, die mit 3 Maschen anfangen. Da kann nichts passieren.
    Beim Abnehmen wächst das Tuch sehr langsam. Beim Birch hatte ich nach 50 Reihen schon keine Lust mehr, weil ich das Gefühl hatte, ich komme nicht vorwärts. Die Tücher, bei denen man zunimmt, gehen am Anfang schön flott und man sieht schnell Fortschritte. Mich motiviert das! Zwar hat man dann eben die langen Reihen am Ende, aber irgendwie will man ja dann auch fertig werden. Außerdem hat die Zunehm-Technik noch einen – für mich – entscheidenden Vorteil: ich kann zwischendurch testen, ob die Größe schon reicht und stricke einfach so lange, bis das Tuch die gewünschte Größe hat oder solange die Wolle reicht. Stricke ich mit Abnahmen, muß ich die Größe vorher festlegen… nicht gut. Ach ja, außerdem mag ich die starre Kante nicht, die sich bei langen Anschlagsreihen an beiden Seiten des Tuchs bildet. Sie läßt sich nicht gut spannen und ich hatte auch schonmal ein Tuch, daß sich hinterher unschön wellte.
    Ich stricke also mit Zunahmen, weil es für mich deutlich mehr Vorteile hat.

    LG, Inga

  3. Ich bevorzuge auch die Zunahmen, zum einen – wie die beiden anderen schon gesagt haben: drei Maschen (oder 5) kriegt man immer richtig auf die Nadel, dann wächst das Tuch erstmal sehr schnell und man lernt das Muster für wie wirklich langen Reihen. Außerdem ist es so immer schon ein Dreieck, wenn Die Wolle nicht reicht, macht man es etwas kleiner aber wenn Du von „oben“ kommst und Dir geht die Wolle unplanmäßig aus, dann hast Du ein komisches Trapez…

    LG Susanne

  4. Hast Du schon den Clapotis gestrickt? Da macht man ja beides, mit wenig Maschen anfangen und zunehmen, und dann von vielen Maschen wieder abnehmen. Motivierender ist -meiner Meinung nach- mit vielen Maschen anfangen und dann abnehmen. Das lohnt aber nur, wenn Du das Muster im Schlaf kennst und Du Dich auch nienienicht verzählst. Aber das haben die anderen ja auch schon gesagt.

    LG,
    Kira

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